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DIE
GESCHICHTE
Das
aus dem griechisch stammende Wort "ananké" inspirierte
Hugo zu seinem Roman "Notre-Dame de Paris". Er fand
dieses Wort, als er die Kathedrale Notre-Dame besuchte, eingraviert
in eine Mauer. Seine Bedeutung "Schicksal, Unausweichlichkeit"
wurde zum Hauptthema seines neuen Werkes. Der 26jährige Victor
Hugo begann 1828, den größten historischen Roman der Romantik
über die düstere und finstere Welt des Spätmittelalters zu verfassen.
Die
Handlung spielt im Jahre 1482, einer Zeit, die der Romantiker
in einem Vorwort als Zeit der Krise und bevorstehenden, großen
Umwälzung beschreibt, in der Reformation, Renaissance und Revolution
den Aberglauben als Spuk irregeleiteter Fantasie noch nicht entlarvt
und hinweggefegt hatten . Hugo verfasste ein leidenschaftlich-realistisches
Porträt vom spätmittelalterlichen Paris, als er Notre-Dame mit
Quasimodo, dem Glöckner und Inbegriff rettungslos verwachsener,
gefangener und wehrloser Menschlichkeit, beseelte. Die schöne
Kathedrale Notre-Dame auf der Ile de la Cité selbst wird zum Mittelpunkt
zur Handlung. Sie ist im Roman der Ort der Zuflucht. Berühmt ist
sie auch für ihr Aussehen: die Hauptfassade mit den drei großen
Portalen, den stumpfen Türmen und den großen Rosettenfenstern
in den Stilen der Früh- und Hochgotik Hier hat sich Napoléon im
Jahre 1804 selbst zum Kaiser gekrönt.
Wie
auch in seinem späterem Werk "Les Miserablés" verarbeitet
Hugo in diesem Roman seine persönlichen Eindrücke der Julirevolution
als den Volksaufstand beim "Sturm der Bettler auf Notre-Dame".
"Notre-Dame de Paris" (1831), in Deutschland unter dem
Titel "Der Glöckner von Notre-Dame" bekannt, wurde sogleich
ein Publikumserfolg. Hugos Werk ist eine Liebeserklärung an die
Stadt Paris und bis heute einer der erfolgreichsten und beliebtesten
Klassiker der Weltliteratur.
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