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Moritz W. Lange
(Hörspielbearbeiter)
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HÖRSPIELBEARBEITUNG
In der Bearbeitung
mussten einerseits die wichtigsten Handlungsstränge erhalten bleiben.
Andererseits kann der Hörer nicht, wie ein Leser, sein eigenes
Tempo bestimmen und gelegentlich zurückblättern. Daher war es
notwendig, die komplexen Handlungsstränge der Romanvorlage um
die weniger wichtigen Sequenzen zu kürzen.
Auf dieser Grundlage
gestaltete sich die Arbeit noch vergleichsweise problemlos. Nicht
zuletzt das Sehen von vier verschiedenen Verfilmungen hat mir
geholfen, verschiedene Grundmotive zu entdecken und die Erwartungshaltung
des Hörers an die Geschichte einzuschätzen.
Das eigentliche Schreiben der deutschen Dialoge ist fast mit einer
Nacherzählung der Geschichte vergleichbar. Während eine philologische
Übersetzung möglichst dicht an den Buchstaben des Originals bleiben
muss, sollte eine Nacherzählung vor allem den Sinn und die Grundgedanken
der Geschichte treffen. Das gilt umso mehr bei der Übertragung
in ein anderes Medium, in diesem Fall vom Roman zum Hörspiel.
Das fertige Hörspiel
liegt mir nun vor. Ich freue mich vor allem über die gelungene
Arbeit der Schauspieler - selbst die schwierigste Aufgabe, die
akustische Darstellung des buckligen Glöckners, ist brillant gelöst.
Die Geräuscheffekte tun ein übriges, um den lebendigen Eindruck
der Geschichte abzurunden.
Viel Spaß beim Hören.
Berlin, 2001
Moritz Wulf Lange
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