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HÖRSPIEL - DIE TECHNIK

Die Umsetzung unseres Hörspiels bedurfte des Einsatzes modernster Technik.

Jeder Sprecher war per Computer in der Mixautomation einzeln ansteuerbar. Hinzu kamen verschiedene atmosphärische Klänge, die wiederum auch auf einzelnen Spuren lagen. Das Zusammenstellen dieser Klänge nennt man Sounddesign.

Ein gutes Sounddesign, das dem Zuhörer die Authentizität des Schauplatzes suggeriert, erfordert jedoch sehr viel Zeit.

Als Beispiel eine Szene aus dem Hörspiel:

Phoebus und Jean betrinken sich in einer Kneipe und marschieren ins Freie. Der ca. 30 Sekunden dauernde Gang stellt nur einen winzigen Ausschnitt des zweieinhalbstündigen Hörspiels dar und doch war dabei eine Vielzahl von Arbeitsschritten zu beachten.

Der Dialog der Sprecher wurde in einer schallisolierten Kabine aufgenommen. Damit der Zuhörer den Eindruck erhält, dass sich beide in einer Kneipe befinden, haben wir Hintergrundgeräusche, nämlich sich unterhaltende Menschen, Gläser, die aneinanderstoßen, einzelne Lacher, Stühlerücken etc. hinzugemischt.

Beim Gang zur Tür mussten noch Schritte zu hören sein. Dabei sollte sich die Atmosphäre verändern, dass heißt einzelne Menschen werden lauter, wenn Phoebus und Jean an ihnen vorübergehen. Dann öffnet sich die Tür, die kurz danach zuschlägt. Zeitgleich erklingen Geräusche außerhalb der Kneipe: Grillenzirpen, Hundebellen und einen Bach, der sprudelt.

Bei unserem Hörspiel bestand eine weitere Herausforderung in der großen Anzahl der Massenszenen. Bei der Auspeitschszene Quasimodos auf dem Domplatz vor Notre-Dame etwa wurden insgesamt 72 Spuren verwendet.

Eine weitere Schwierigkeit bestand in der Nachbearbeitung von Raumklängen. Tatsächlich standen uns für die Aufnahmen verschiedenste Räume zur Verfügung. Zum Teil waren diese jedoch zu klein, so dass wir die Aufnahmen noch einmal mit Effektgeräte überarbeiten mussten.